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In Grossbritannien häufen sich die Fälle von Abzocke über betrügerische Reise-Webseiten. Was kann man dagegen tun? Eine Untersuchung des britischen TV-Senders ITV Tonight hat vor einigen Tagen im Rahmen der Sendung «Sun, Sea and Scams - Tonight» erschreckende Ergebnisse zutage geführt.

So wurden zehn gefälschte Reise-Webseiten aus dem Luxussegment entdeckt, welche zehntausende Bilder von Hotels und Villen aus dem Internet geklaut hatten und auf der eigenen Webseite verkauften - natürlich ohne dass jemals eine entsprechende Buchung beim Hotel einging. Auf diese falschen Webseiten kamen die Konsumenten, indem sie im Google nach Begriffen wie «holiday villa» oder «luxury holiday» gesucht hatten.

 

Obwohl dieses Phänomen der betrügerischen Webseiten nicht ganz neu ist, scheint sich das Problem aktuell doch auszubreiten. Allein im letzten Jahr gingen in Grossbritannien 5826 Klagen wegen Ferienbuchungs-Betrug bei «Action Fraud», einem nationalen Betrugs-Bearbeitungsbüro. Das seien 20% mehr Fälle als im Vorjahr; die Schadensumme betrage rund 7,2 Millionen Pfund (ca. 8,9 Mio. Franken). Dazu gebe es eine hohe Dunkelziffer an Fällen, welche gar nicht angemeldet werden.
Das Schlimme daran: Die Polizei kann solche Webseiten nicht einfach per Knopfdruck eliminieren. Am ehesten kann dies Google, welche ganz klar betrügerische Webseiten verbietet, diese aber nicht immer auf Anhieb entdeckt.

Tipps, um betrügerische Webseiten zu entlarven
Gibt man im Google hierzulande Begriffe wie «Luxusferien» oder «Ferienvilla» ein, stösst man - zumindest auf den vordersten Search-Rankings - auf bewährte Firmen. Das heisst nicht, dass hierzulande keine Gefahr vor betrügerischen Webseiten besteht. Natürlich gibt es eine gewisse Form von Sicherheit: Die Buchung im Reisebüro.

Wer trotzdem im Web buchen will und auf eine Seite stösst, welche von einem unbekannten Anbieter ist oder wo etwas Misstrauen aufkommt, kann sich an folgende Regeln halten, welche das Schweizerische Konsumentenforum empfiehlt:

  • Reiz schaltet Vernunft aus: Nicht sofort dem Kaufreiz nachgeben. Wenn ein Angebot fast zu schön ist, um wahr zu sein, sollte man ganz sicher sein, dass der Anbieter vertrauenswürdig ist. Dazu sollte man folgende Infos suchen:
  • Hat die Firma Kontaktdaten? Findet sich eine Telefon-Nummer und Adresse auf der Webseite? Oder gibt es nur ein Formular ohne Angabe einer E-Mail-Adresse?
    Gibt es einen Kundendienst?
  • Ist die Sprache adäquat? Fehler gibt es immer mal auf Webseiten. Wenn aber der Sprachstil sehr seltsam/falsch ist, kann man davon ausgehen, dass der Anbieter kaum Deutsch kann und somit wohl nicht viel von Schweizer Kundenstandards weiss.
  • Falsche Links: Häufig wird auf seriöse «Partner» hingewiesen. Wenn die Logos/Links allerdings nicht funktionieren, ist Vorsicht geboten.
    Im Zweifelsfall lieber nicht buchen/bezahlen: Dann doch lieber eine Beratung einholen, entweder beim Konsumentenschutz oder eben im Reisebüro.

Aus travelnews vom 28.06.2017

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