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Die Minderheiten in Südäthiopien

Sehr oft wird man, wenn man darum bittet ein Foto zu machen um Geld angegangen. Man mag über diese Unsitte denken wie man will. Am Bsp. Der „Mursi“ versteht man das Dilemma. Bis vor kurzem konnte dieses Volk in den wildreichen Gebieten, dass es bevölkert, gut von der Jagd als Nahrungsspender leben. Der Resterlös aus den Erzeugnissen war ein wichtiger Bestandteil ihres Einkommens. Dadurch, dass ihr angestammtes Land zum Nationalpark erklärt wurde, was mit einem Jagdverbot einhergeht,  wurden sie in ihrem Lebensnerv getroffen. Der bescheidene Ackerbau während der Regenzeit reicht nicht zum Überleben.

 

Dank den neuerdings entstandenen Einnahmen durch fotografierende Touristen, mussten sie ihre Lebensweise und ihre angestammten Gebiete nicht aufgeben. Dieser Foto-Obulus wird auch entsprechend aggressiv eingefordert. Es ist aber absehbar, dass diese Minderheitengebiete früher oder später vom Tourismus stärker eingenommen werden. Es bräuchte dazu nur Straßen und Unterkünfte. Es ist der Regierung in Adis zu wünschen, dass hier mit viel Sensibilität vorgegangen wird.

Als Beobachter der lokalen Rituale und andersartigen Lebensweise fragt man sich auch,  ob es richtig ist, in diese geschlossene Welt einzudringen? Ist der Tourist bescheiden genug, um sich als stiller Beobachter dezent und respektvoll im Hintergrund zu halten. 
Es gibt in der Welt Beispiele und Ansätze, wo man sich auf einem guten Weg befindet. Ich denke dabei an Australien wo man die Urbevölkerung ermuntert, positiv und für sie gewinnbringend am Tourismus zu partizipieren. Oder auch den  „Fair Trade Tourism“ in Südafrika.   Beim fairen Handeln im Tourismus geht es darum, dass die Menschen, deren Land, natürliche Ressourcen, Arbeitskraft, Wissen und Kultur für touristische Aktivitäten genutzt wird, tatsächlich selbst auch einen Nutzen aus dem Tourismus ziehen.
Die Idee die diese Projekte verbindet ist immer dieselbe. Weg vom Einbahntourismus. Die Reise sollte für beide Seiten den Reisenden wie den Bereisten zu einem Gewinn werden.

 

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