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Reisebericht von Christian Wagner
Unvergessliche Erlebnisse beim Omo Fluss

Der heutige Tag bot Eindrücke, die uns ein Leben lang begleiten werden.  Wir standen früh auf und starteten mit dem ersten Tageslicht Richtung Omo River.  Für mehrere Volksstämme bedeutet der Omo Fluss die Lebensader. Entsprechend lebendig ging es dann auch auf dem lokalen Wochenmarkt zu und her.

 

 Es war gar nicht einfach, hier unbekümmert zu fotografieren.  Bei jedem Knips ging irgendwo eine Hand auf und forderte 1 Birr (ca. 7Rp.) für das geschossene Foto. Es herrschte ein Buntes treiben. Wir erfuhren auf dem Markt, dass heute  ca. 35 km außerhalb dieses Marktfleckens ein „Bull Jumping“  stattfindet.  Kofi unser Fahrer hatte schnell einen  kundigen Führer gefunden, der den Weg kannte und so fuhren wir los. Das Bull Jumping ist eine Initiationszeremonie die hauptsächlich vom Hamar Volk aber auch von verwandten Stämmen in der Region praktiziert wird.  Dabei werden Jünglinge, in die Gemeinschaft der Männer aufgenommen. Die Zeremonie wird begleitet von tranceartigen, rituellen Tänzen. Die Frauen werden dabei von den jungen Männern mit Weidenzweigen gepeitscht. Dadurch entstehen gewünschte Schmucknarben auf dem Rücken. Die ganze Zeremonie geht im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut und ist nichts für empfindliche Gemüter.  Benommen von den heutigen Eindrücken,  erreichten wir nach einer halsbrecherischen Rückfahrt bei einbrechender Dunkelheit Turmi unseren Ausgangspunkt.  Die Eindrücke des heutigen Tages waren so intensiv, wir werden diese nie mehr vergessen. 

Obwohl wir uns gerne noch länger der Magie dieser Region und des Erlebten hingegeben hätten, drängte unser Fahrer am nächsten Tag auf die Weiterfahrt.  Über einen sandigen Weg durch offene Baumsavanne erreichten wir Jinka.  Dieser Ort ist ein kleines Städtchen mit einer besonderen Kuriosität. Eine Flugzeuglandepiste führt Mitten durchs Zentrum des Ortes.  Die Grasspiste dient als  Weidefläche.  Lediglich wenn eine Propellermaschine aus Adis eintrifft, wird das Flugfeld von den zahlreichen kleinen Viehherden geräumt. Der Hauptgrund weshalb wir hierher gekommen sind ist der Mago National Park, in dem man mit viel Glück Wildtiere beobachten kann. Zudem lebt hier der Stamm der Mursi, deren Population beträgt ca. 4000 Leute. Bekannt wurden sie vor allem durch ihren recht abenteuerlichen Körperschmuck, insbesondere die Tellerlippen mit denen sich die Frauen schmücken sind weltweit einzigartig. Der Weg dorthin führt über tonartigen Untergrund . Besonders bei Regen kann dies zu einer gehörigen Rutschpartie werden. Dass ausgerechnet heute Abend ein Gewitter aufzieht verspricht nichts Gutes für den morgigen Tag.

Christian Wagner
travelshop - basel

Reise durch Äthiopien Teil 4
Fortzsetzung folgt

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