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Reisebericht von Christian Wagner 

Am Rande der Jeans, - T-Shirt, - Turnschuh - Kultur  

Unser nächstes Ziel liegt ganz im Sūden des Landes. Der bekannte italienische  Ethnologe und Äthiopienkenner  Carlo Conti Rossini bezeichnete Äthiopien Als „Museo Di Populi“ - ein Völkermuseum.  Vor allem im Süden findet man zahlreiche Volksgruppen mit eigener Sprache und eigenständiger Kultur. So führte unser Weg zuerst zurück bis nach Adis Abeba. Von dort ging es nun weiter südwärts mit einem Toyota 4x4 Landcruiser. Die Straße bis nach Soda Volaires war ganz passabel außer den zahlreichen Schlaglöchern, die uns eine weitere Reifenpanne schuldeten. Die anschliessende Weiterfahrt bis nach Arba Minch waren jedoch ein Horror. 

 

Es gäbe zwar auch hier eine asphaltierte Strasse, die aber auf den ganzen 130 km neu plafoniert wird und der Verkehr bewegt sich nun einfach neben der Straße über eine fürchterliche Ruckelpiste. „African Massage“ meinte unser Fahrer Kofi nur lächelnd. Wir waren froh, als wir nach zehn Stunden fahrt bereits bei Dunkelheit in Arba Minch eintrafen und unseren Landcruiser neben einem Rotkreuz Fahrzeug parkierten.  Arba Minch sei der letzte Aussenposten der Zivilisation,  las ich im Schein der Taschenlampe aus meinem Reisehandbuch, bevor ich todmüde unter dem Moskitonetz einschlief.

Wir wollten noch weiter nach Süden fahren,  nahe an die Grenze zu Kenia. So hiess unser Tagesziel „Turmi“.  Die Strassen und Wege wurden immer schlechter. Als Folge davon wurden  Reifenpannen nun zu unserem ständigen Begleiter.  Als eingespieltes Team benötigten wir in der Zwischenzeit kaum noch 10 Minuten pro Wechsel.  Ein  Grund für diese häufigen Pannen war, dass die geschlissenen Reifen nicht ersetzt werden,  sondern immer wieder repariert. So war mancher Ersatzreifen, von denen wir bis zu 3 Stück dabei hatten, schon vor seinem Einsatz in einem jämmerlichen Zustand.  Bei diesen unfreiwilligen Stopps irgendwo auf der Strecke, bildete sich jeweils sofort ein Menschentraube um das Fahrzeug.  Wir fragten uns dann, wo die Menschen plötzlich alle herkamen. Natürlich waren wir Exoten eine willkommene Abwechslung für alle die unser Pannenfahrzeug irgendwie im Blickfeld hatten. Kinder standen dann atemlos lachend beim Fahrzeug, da sie die letzten paar hundert Meter zu uns jeweils im Spurt zurücklegten.

Hier, wie unterwegs entlang der Piste entdeckten wir immer mehr Stammesangehörige in ihrer traditionellen Bekleidung. Die Jeans, T-Shirt und Turnschuh-Kultur hatten wir nun definitiv hinter uns gelassen.

Christina hatte heute den ganzen Tag Probleme mit dem Magen. Sogar die  Malariatablette wurde umgehend via Bush-WC entsorgt. Am Abend kochten wir dann eine salzhaltige Suppe auf unserem kleinen Espit-Kocher, den wir für solche Fälle dabei hatten.

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