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Reisebericht von Christian Wagner


Lalibella gefällt uns noch besser als Axum, welches vor allem wegen den christlich- orthodoxen Prozessionen sehenswert ist. Aber Lalibella ist nicht nur ein kleines Provinznest mit einer äusserst liebenswerten Bevōlkerung, sondern es bietet durch seine exponierte Lage an einer Bergflanke eine atemberaubende Aussicht. Atemberaubend im wahrsten Sinn, denn auf einer Hōhe von 2600 Metern ist jede grössere körperliche Anstrengung für den Ungeübten bereits spūrbar. Und nochmals atemberaubend sind auch die mittelalterlichen Felsenkirchen, die wir hier besucht haben.

 

 

Die sakralen Bauwerke stehen seit ein paar Jahren unter dem Schutz des UNESCO Weltkulturerbes. Vor 800 Jahren haben Tausende von Arbeitern in nur 23 Jahren mehrere vollständige Kirchen in den Fels getrieben.  Es ist eines dieser monumentalen Weltwunder,  die man kaum für möglich hält,  sofern man sie nicht mit eigenen Augen gesehen hat.  Es erstaunt nicht, dass hier alle davon überzeugt sind,  dass Engel am Werk sein mussten.

Gondar war die nächste Etappe unserer Reise. Dieser Ort diente den italienischen Besatzungstruppen unter General de Bono zwischen  1937-42 als Garnisonsstūtzpunkt und wurde deshalb von der britischen Royal Air Force während des zweiten Weltkrieges bombardiert. Dabei wurden auch Teile des auf das 16.jhr zurūck reichenden Palastbezirkes zerstōrt. Der Hofstaat in diesem Palast war zu seiner Zeit so prunkvoll, dass die Reisebeschreibung des französischen Arztes Charles Poncet, der 1699 an den äthiopischen Hof gerufen wurde, in Europa fūr völlig übertrieben gehalten wurden. Die beeindruckenden Reste des 7000m2 grossen Komplexes  inkl. eines riesigen mittelalterlichen Swimming Pools, kann man heute besichtigen.

Der letzte Stopp im Norden Äthiopiens galt Bahir Da.  Dieser fast modern anmutende Ort liegt beschaulich am Ufer des Tana Sees, des viertgrössten Sees Afrikas. Wir wollten von hier aus, den südlich gelegenen Ursprung des blauen Nils besuchen.  Die einst imposanten Wasserfälle  werden heute durch ein kleines Stau-/Kraftwerk gezügelt und nur noch während der Regenzeit stürzt sich das Wasser in einer breiten Front den Fels hinunter.  Sein Gefährte der weisse Nil entspringt in Uganda und in Karthoum (Sudan) verbinden sich dann die beiden Flüsse zum bekannten Strom.

Nach einem halbstündigen Fussmarsch erreichen wir eine Anhöhe, von wo aus wir die Flusslandschaft gut überblicken können. Trotz der Bedeutsamkeit des Ortes, sind wir hier weit und breit die einzigen Touristen und ein klein wenig umweht uns der Geist des exzentrischen, schottischen Forschers und Entdeckers James Bruce of Kinnard, der 1771 als erster Europäer an dieser Stelle stand.

Reise durch Äthiopien Teil 2
Fortsetzung folgt.
 
Christian Wagner
travelshop AG  – basel

 

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